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Ich möchte eine Ferienwohnung kaufen!

Ich möchte eine Ferienwohnung kaufen!

 

Wenn Du Dich dazu entschlossen hast, Dir eine Ferienwohnung zuzulegen, kommen ein paar Dinge auf Dich zu, die du unbedingt abchecken solltest. Grundsätzlich sei aber schonmal gesagt, dass die Ferienvermietung eine tolle Möglichkeit ist, um passives Einkommen zu generieren und, um Deine Zukunft abzusichern. Warum? Weil die Abbezahlung deines Kredits vermutlich deutlich fixer erledigt sein wird, als wenn du zu einer Mietwohnung greifst. Und, weil dich deine eigene Ferienwohnung mit einer ordentlichen Portion Stolz erfüllt, als es eine „normale“ Mietwohnung tun würde. Ich habe beides und merke da einen deutlichen Unterschied. 

 

Wie finde ich den richtigen Standort?

 

Ich gehe davon aus, dass Du den Standort Deiner zukünftigen Ferienwohnung bereits ausgiebig geprüft hast. Wenn nicht, lass dir gesagt sein, dass sich an diesem Punkt die Spreu vom Weizen trennt. Der spätere Standort / Lage ist nämlich entscheidend für Deinen Erfolg und somit dein persönliches vorankommen. Und genau darum geht es mir bei dir. Du sollst vorankommen und deine Zukunft absichern. Und wenn es richtig gut läuft, auch noch Spaß dabei haben. 

 

Prüfe also vorab, ob es an deinem Wunschstandort überhaupt Bedarf an Wohnraum in Form von Ferienwohnungen gibt. Ganz simpel, in dem Du entweder vor Ort schaust oder im Internet recherchierst, ob dort bereits Ferienwohnungen erfolgreich angeboten werden. Oftmals ist es ja so, dass wir uns dort eine Ferienwohnung zulegen, wo es bereits eine Verknüpfung hin gibt, wie z. B. durch in der Vergangenheit verbrachte Urlaube oder Aufenthalte in der eigenen Kindheit. Das wäre eine gute Basis, denn der Standort ist dir so vertraut und Du kannst besser einschätzen, ob sich die Ferienvermietung dort lohnt. Schau in die bekannten Portale, wie z. B. www.traum-ferienwohnungen.de oder www.ferienwohnungen.de. Dort findest Du einen guten Überblick, über deine hoffentlich vorhandene Konkurrenz. 

 

Und lass Dich vorerst nicht von den Preisen abschrecken. Eine Wohnung in 1. Reihe zum Meer wird sicher ein vielfaches mehr im Einkauf kosten, als eine Ferienwohnung ausserhalb eines Feriengebietes. Deswegen muss ich weder das eine- noch das andere ausschließen. Aber die Ferienwohnung in der 1. Reihe wird eben auch ein vielfaches mehr an Vermietungstagen einfahren ergo mehr Einnahmen generieren. Denn jeder von uns wohnt vermutlich lieber direkt am Meer, als hinter den Bergen bei den sieben Zwergen. 

 

Aber auch dort, im Zwergenland, kann eine Ferienvermietung gut laufen, zumindest in Relation zu dem vermutlich deutlich niedrigeren Einkaufspreis deiner Wunschimmobilie. 

 

Ich habe mich an der Nordsee dazu entschlossen, jeder mir angebotenen Wohnung eine Chance zu geben. Merke aber nach einigen Jahren der Vermietung auch, dass meine Wohnungen in 1. Reihe zum Meer die Vermietungstage im Vergleich zu anderen Wohnungen, bei weitem übersteigen (300 Tage im Schnitt).

1 A Lage zieht nach wie vor. Und machst Du dann noch faire Preise, rennen dir die Gäste die Bude ein.

 

Was ist beim Kaufpreis zu beachten?

 

Der Kaufpreis ist wichtig, oh ja. Aber in Feriengebieten, die als „Hot Spots“ gelten, wie z. B. Nord- und Ostsee, Bayern, etc. darf der Kaufpreis nicht allzu ausschlaggebend für dich sein. Damit will ich sagen, dass Du dein Limit großzügig ansetzen solltest und auch darfst, sofern deine Bank oder dein Konto es zulassen. Denn wenn man derzeit bestimmte Preise nicht zahlen möchte, muss man sich in die B-oder C-Lagen zurückziehen. A-Lagen wollen und müssen beinahe anstandslos bezahlt werden, sonst ist man raus. Verhandeln ist nur noch selten möglich, da die Konkurrenz groß und extrem schnell ist. Man kann lediglich versuchen die Maklerkosten einzusparen, indem man von privat kauft oder irgend einen anderen Grund findet, um an der Preisschraube zu drehen. Mittlerweile ist handeln aber utopisch. Ändert sich vielleicht irgendwann wieder…aber derzeit ist das noch nicht in Sicht. Also kaufen und nicht mäkeln oder wegen jeder Kleinigkeit handeln. Vor allem nicht bei einer evtl. anstehenden Maklercourtage. Die hast du zu zahlen oder sogar noch nach oben aufzustocken, wenn du wirklich die eine Wohnung haben möchtest. 

 

Was darf eine Ferienwohnung kosten?

 

Genau so viel, wie Du persönlich bereit bist dafür auszugeben. Oder so viel, wie Du im Vergleich zu einer „normalen“ Wohnung auch zahlen würdest. Nimm das als Anhalt und gestattete dir in guter Lage einen anständigen Puffer. 

 

Denn im Prinzip ist beim Kauf einer Ferienwohnung erstmal nichts anders, als beim Kauf einer Mietwohnung. Lediglich der sich an den Kauf anschließende Nutzen macht den entscheidenden Unterschied aus. 

 

Und bei einer durchschnittlich gut laufenden Ferienvermietung kannst Du davon ausgehen, dass deine Einnahmen um ein vielfaches höher sind, als wenn du an Oma Hoppenstedt fest vermietest. Beides ist toll, aber rein wirtschaftlich gesehen ist die Ferienvermietung deutlich ertragreicher.

 

Meine Ferienvermietung z. B. spielt ca. das dreifache an Einnahmen ein, als dies zuvor der Fall war. Denn meine Wohnung war vor der Ferienvermietung auch eine ganz normale fest vermietete Wohnung. Ich bin aber äußerst glücklich, dass ich damit nun in die Ferienvermietung wechseln konnte. 

 

Wie ich bereits erwähnte, solltest Du also in guten Lagen nicht in Gänze vor den hohen Preisen zurückschrecken. Dein Geld kommt wieder rein, alles eine Frage der Zeit. Denn wenn du vor lauter Angst garnicht kaufst, wirst Du nur zwei Dinge davon haben. Du guckst zu, wie andere das Geld einfahren und, wie die Immobilienpreis noch höher ansteigen. Also trau dich irgendwann. 

 

Woher weiß ich, ob eine Ferienwohnung an meinem Wunschstandort „läuft“?

 

Wenn Du den Standort kennst, dann weißt du es einfach. Wenn du ihn nicht kennst, aber trotzdem unbedingt dort kaufen möchtest, dann geht es an die Recherche. 

 

Schau dir deine zukünftige Ferienwohnung dafür einmal aus er sachlichen Perspektive an und baue dir aus den wichtigsten Parametern (z. B. Region, Personenzahl, Nichtraucher, Meerblick, Balkon, Garten, mit oder ohne Hund, usw.) deine persönlichen Vergleichswohnungen.

 

Die aus der Recherche entstandenen Daten verwendest du dann dafür, deinen Rechner bzw. die einschlägigen Portale zu füttern. Im Anschuss daran schaust du dir die Suchergebnisse an und hast einen herrlichen Vergleich am Start, der dir ziemlich genau aufzeigt, in welchem Bereich der durchschnittliche Übernachtungspreis in deiner Wunschregion liegt. That’s it. 

 

Wenn Du dann noch eine Schippe drauflegst und z. B. ein gutes Alleinstellungsmerkmal anbietest, oder dir eine Sternebewertung des Deutschen Tourismus Verbandes „holst“, kannst Du gerne vom Durchschnitt abweichen und deine Preise individuell, also nach oben hin anpassen. Ich habe meine Wohnung z. B. in den letzten vier Jahren dreimal preislich „angepasst“ und dadurch keinerlei Einbußen seitens meiner Buchungen erfahren.

 

 

Weitere Anmerkungen und Tipps zu diesem Thema gibt es demnächst im 2. Teil der Serie „Ich möchte eine Ferienwohnung kaufen!" 

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Hannsen (Sonntag, 28 April 2019 18:35)

    Tolle Tipps für Einsteiger in der Ferienvermietung wie mich �
    Ich bin mir mit „meiner Region“ sicher dass es laufen wird. Die Frage ist nur wieviel Auslastung werde ich haben? Ich orientiere mich immer ein wenig was AirBnB vorschlägt, das entspricht immer ca 50% Auslastung...
    Liebe Grüße aus Rosenheim

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Svenja Rehm

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